"Ein großer Visionär"

2011-06-01 00:00

Anton Nagel feiert doppelten Jahrestag mit viel Prominenz

Nagel65_35_Prominenz.JPGHilpoltstein (lkm) Ein 100-jähriges Jubiläum darf ordentlich gefeiert werden. Auch dann, wenn es nur rein rechnerisch durch Addition zu Stande kommt. So geschehen im Falle von Anton Nagel: Der umtriebige Mann feierte jetzt seinen 65. Geburtstag und das 35-jährige Bestehen seines erfolreichen Versicherungsbüros. Mit seiner Stiftung bewirkt Anton Nagel viel Gutes, zudem ist er bekannter Förderer des Sports - kein Wunder, dass sich die Ehrengäste bei der Feier in Spalt die Klinke in die Hand gaben.
Es ließ ihn aber nicht nur die eigene Mannschaft des Versicherungsbüros hochleben, sondern auch einige der führenden Köpfe des Versicherungsriesen Allianz, unter dessen Dach das Büro Nagel zu Hause ist. Sogar eine Vorstandsitzung wurde eigens verschoben, um dem einen oder anderen Bewohner der höheren Etagen des Konzerns die Teilnahme an der Feier zu ermöglichen. Jürgen Heinle, Vorstandmitglied der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, brachte den Grund des großen Bahnhofs auf den Punkt. Nagel habe nämlich beides, sagte er: "Viel Erfolg und viel Mitgefühl". Deswegen gelte die Gratulation sowohl ihm als Unternehmer wie als Mensch. Er habe "ein Herz für sozial Schwache", wie Außendienstmitarbeiter und Jahrzehnte langer Mitstreiter Jürgen Zeitz lobte.
Die Tagesordnung mit den zehn geplanten Grußworten geriet einige Male etwas durcheinander. Dies aber immer mit triftigen Grund. Wenn zum Beispiel die knapp dreijährige Enkelin Antonia gemeindam mit Mutter Tanja dem Opa ein eigens einstudiertes Geburtstagsständchen singen wollte, hatte das natürlich Vorrang. Kurz darauf stürmte dann das "Nagel running Team" der TSG Roth das Gasthaus, um es der jungen Dame gleich zu tun.
Da hatten es nicht nur die Redner seitens der Allianz schwer, sondern auch die Ehrengäste aus den Reihen der Politik. Doch sie alle wussten ebenso zu punkten. Wie beispielsweise der stellvertretende CSU-Fraktionschef im Landtag, Karl Freller, der über die Versicherung als "Notnagel" philosophierte. Landrat Herbert Eckstein pries die "erkämpfte Freundschaft", die ihn mit Anton Nagel verbinde und auch die Bürgermeister Roths und Thalmässings, Ralph Edelhäußer und Georg Küttinger, sowie der Chef der Rother Kreisklinik, Werner Rupp, überbrachten ihre Glückwünsche.
Nagel65_35_Mitarbeiter.JPGAnton Nagel selbst blickte kurz auf die Firmengeschichte zurück, die durch zahlreiche Fusionen und Erweiterungen geprägt ist. Er kündigte aber zugleich an in zwei Jahren sein Lebenswerk übergeben zu wollen. An jenen Herrn, der derzeit als Prokurist des Versicherungsbüros agiert: Dieter Leidl. Für ihn sei Nagel "ein unternehmerisches Vorbild und ein großer Visionär, der mit seinen Zielvorstellungen uns Mitarbeitern oft Lichtjahre voraus ist", so Leidl. Nagels Ehefrau Anne sprach von ihrem Gatten gar als einen "Traumchef", mit dem sie schon viele "wertvolle und inhaltsreiche Jahre" verbracht habe.
Die Präsidenten des Lions Club Schwabach und der Nürnberger Luftflotte, Jörn Göbert und Georg Renner, rundeten den Reigen der Redner ab. Für musikalische Untermalung sorgten der Rother Pianist Michael Stahl sowie der Spalter Akkordeonspieler und Gstanzlsänger Hans Nüsslein. Einer allerdings fehlte an der Feier: Johannes Heesters, mit dem Nagel seit vielen Jahren in persönlichen Kontakt steht und der auch an dessen 60. Geburtstag mitgefeiert hatte. Doch der Grand Senior der deutschen Unterhaltung weilte in Berlin zu Dreharbeiten und war dort leider unabkömmlich.

(Foto und Bericht Leykamm)

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